Es braucht nicht viel für gute Unterhaltung

Gitarre, Bass, Schlagzeug, Stimme und Mundharmonika. Viel mehr brauchte es für das Philip Bölter Trio nicht, um die Bühne des Roxy Sound Gartens zu rocken. Gespielt wurden fast nur eigene Songs. Teils rockig, teils eher mit Country- oder Folk-Charakter.

Frontmann und Namensgeber Philip Bölter trat dabei als Multi-Tasker in den Vordergrund: In den Pausen seiner mit rauchiger Stimme gesungenen Texte, ließ Bölter immer wieder eine seiner Mundharmonikas im Mikro ertönen. Und als wäre das nicht schon genug, spielte er gleichzeitig noch fast mühelos Gitarre. Um all das zu schaffen, legte sich der Sänger mächtig ins Zeug. Allein beim zuhören ließ sich Bölters Leidenschaft für die Musik und die Texte förmlich greifen. Die einzige Schwierigkeit, die das Multi-Tasking mit sich brachte? Bölter hatte keine Hand frei und musste daher recht fest auf seinem Platz im Scheinwerferlicht bleiben.

Für genügend Bewegung auf der Bühne sorgten neben dem Nebel und Scheinwerferlicht der Roxy Crew auch Steffen Knauss. Dem Bassisten merkte man den Spaß am Spiel ebenso wie seinen Kollegen an. Knauss wippte während den Stücken hin und her, selbst im Sitzen trug er den Takt nicht nur über den Bass, sondern auch über seine Bewegungen an die Zuschauer weiter. Für uns Fotografen war der barfüßige Bassist daher manchmal gar nicht so einfach zu erwischen.

Vervollständigt wurde das Trio von Schlagzeuger Heiko Peter. Auch wenn die drei nach dem Corona-Lockdown noch nicht viele gemeinsame Auftritte spielen konnten, war auch der Drummer passend mit seinen beiden Kollegen eingestimmt. Die drei Musiker groovten sich über das Konzert immer mehr ein und wurden lockerer auf der Bühne. Spätestens ab der zweiten Hälfte hatte das Trio die Routine gefunden, sodass Peter hin und wieder in besonders coolen Posen vor unserer Linse saß.

Hervorzuheben ist definitiv auch die Positionierung des Schlagzeuges. Es stand nicht unauffällig im Hintergrund wie bei manch anderen Bands, sondern nahm einen vollwertigen Platz auf der Bühne ein. Für uns Fotografen ein perfektes Setup für Drummer-Bilder. Mindestens genauso gut: die Licht- und Nebelshow. 

Insgesamt legte die Band auf jeden Fall einen sehr guten Auftritt hin und alle drei Musiker wirkten auch außerhalb der Bühne bodenständig und entspannt. Für uns Fotografen und hoffentlich alle Besucher im fast vollen Sound Garten ein gelungener Abend.